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24.10.2012

Fünf neue barrierefreie Haltestellen werten ÖPNV in der Innenstadt von Karlsruhe auf

Über insgesamt fünf neue barrierefreie Haltestellen in der Karlsruher Innenstadt können sich die Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) freuen: Die VBK haben die die Haltestelle Kolpingplatz (in der Karlstraße) und die Haltestelle Mathystraße (ebenfalls in der Karlstraße) fertiggestellt und in Betrieb genommen. Bis November folgt noch der Feinschliff und die Inbetriebnahme der Haltestelle Werderstraße (in der Rüppurrer Straße). Bereits mit dem Neubau begonnen wurde bei den Haltestellen Karlstor und Mendelssohnplatz, beide jeweils südlich der Kriegsstraße. "Alle Haltestellen garantieren künftig Barrierefreiheit für Fahrgäste von Niederflurfahrzeugen. Das bedeutet für die Innenstadt von Karlsruhe einen deutlicher Fortschritt beim Komfort im Öffentlichen Personennahverkehr", sagt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe.

Die Haltestellen Kolpingplatz, Werderstraße und Mathystraße weisen darüber hinaus aber auch zusätzliche Besonderheiten auf, die sowohl dem bequemen Erreichen der Haltestellen und Bahnsteige wie auch der harmonischen Integration ins Straßenbild dienen. Durch die beiden Haltestellen Kolpingplatz und Werderstraße fahren nicht nur die Stadtbahnen und Straßenbahnen, sondern auch Autos: Dadurch "verschmelzen" die Bahnsteige mit den an sie anschließenden Bürgersteigen, von denen sie lediglich ein Radweg trennt, beziehungsweise in der Werderstraße mit der westlich eingerichteten Anliegerfahrbahn. Auf diese Weise wird in engeren Straßen zusätzlich Verkehrsraum eingespart, der Fahrgästen, Fußgängern und den Radlern zugute kommt. "Der Kolpingplatz hat an Ausstrahlung gewonnen, weil die Fahrbahn für Autos verschwunden ist. Dieser Platz ist ein gelungenes Beispiel für eine innerstädtische Haltestellen-Situation", freut sich auch Dr. Harald Ringler, der Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Karlsruhe. Am Kolpingplatz wurde in beide Fahrtrichtungen in die Tram-Haltestelle noch eine zusätzliche Bushaltestelle mit ebenfalls barrierefreiem Einstieg integriert. Das kommt insbesondere Fahrgästen der vom Hauptbahnhof in Richtung Vincentius-Krankenhäuser und umgekehrt verkehrenden Buslinie zugute. Alle Haltestellen können auch von Straßenbahnen und Stadtbahnen in Doppeltraktion bedient werden.

Die Haltestelle Mathystraße weist in beiden Fahrtrichtungen jeweils am südlichen Ende einen für Autos überfahrbaren Haltestellenbereich auf: Die Fahrbahn für Autos ist höher gelegt, um eine barrierefreie Erreichbarkeit vom Bürgersteig über die Fahrbahn zum Bahnsteig zu erreichen. Nähert sich eine Bahn, so sichert eine Ampelschaltung die Haltestelle querende Fahrgäste ab. Die Karlstraße profitiert insgesamt von den Umbaumaßnahmen: Denn sie verfügt nun stadtein- und auch stadtauswärts über einen auf der Fahrbahn für Autos verlaufenden, deutlich abgegrenzten und nahezu durchgehenden Radweg.

Bereits begonnen haben die Bauarbeiten an den beiden Haltestellen Karlstor-Süd und Mendelssohnplatz-Süd, die im Zuge der Umsetzung des Teilprojektes Kriegsstraße im Rahmen der Kombilösung die jetzt noch nördlich der Kriegsstraße verlaufenden beiden bestehenden Haltestellen ersetzen werden. Die neuen Haltestellen werden ebenfalls barrierefrei und für einen Zugverband (zwei gekoppelte Niederflurfahrzeuge) ausgebildet, so dass auch hier Ein-, Aus- oder Umsteigen künftig wesentlich komfortabler ausfallen wird. Die Inbetriebnahme der neuen Haltestellen Karlstor und Mendelssohnplatz ist für Frühjahr 2013 vorgesehen.