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Mitnahme E-Scooter

Regeln für die Mitnahme von E-Scooter

Beförderungsbedingungen für E-Scooter im KVV

Um die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern sowie der anderen Fahrgäste des Karlsruher Verkehrsverbundes zu gewährleisten, richtet sich die Mitnahmeregelung des KVV an den derzeit bundesweit geltenden Erlass der Länder aus.

Folgende bundesweit geltenden Mindestanforderungen müssen erfüllt sein, damit E-Scooter in Linienbussen des ÖPNV sicher transportiert und somit mitgenommen werden müssen:

1. Anforderungen an die E-Scooter

Folgende Mindestvoraussetzungen bzw. Kriterien sind hierbei an den E-Scooter zu stellen:

  • max. Gesamtlänge von 1200 mm
  • 4-rädriges Fahrzeug
  • Grenzwert für die Gesamtmasse des E-Scooters (Leergewicht plus Körpergewicht der Nutzerin bzw. des Nutzers plus weitere Zuladung): 300 kg
  • Zulassung für auf den E-Scooter mit aufsitzender Person bei rückwärtsgerichteter Aufstellung an der Anlehnfläche wirkende Kräfte von bis zu 0,8 g bei Gefahrbremsung bzw. 0,5 g Querkräfte bei Kurvenfahrt
  • Gewährleistung der Standsicherheit durch ein Bremssystem, welches immer auf beide Räder einer Achse zusammen wirkt und nicht durch ein Differential überbrückt werden kann (z. B. gesonderte Feststellbremse)
  • ausreichende Bodenfreiheit und Steigfähigkeit des E-Scooters, um über eine mit maximal 12 % geneigte Rampe in den Bus ein- und ausfahren zu können, ohne mit der Bodenplatte am Übergang von der Rampe ins Fahrzeug anzustoßen.
  • Eignung für Rückwärtseinfahrt in den Linienbus

2. Voraussetzungen für die Nutzerinnen und Nutzer des E-Scooters

  • Die Mitnahmeregelung gilt in Fällen, in denen mehrere E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzer eine Fahrt gleichzeitig beginnen wollen, vorrangig für schwerbehinderte Menschen mindestens mit Merkzeichen „G" und nachrangig im Falle einer Kostenübernahme für den E-Scooter durch die Krankenkasse. Die Beförderungspflicht besteht nicht, wenn der Aufstellplatz für den E-Scooter bereits durch andere Fahrgäste (mit Rollstuhl,   anderen E-Scootern, Kinderwagen oder allgemein durch einen voll besetzten Bus) belegt ist.
  • Der E-Scooter darf über keine zusätzlichen Anbauten verfügen, die die rückwärtige Aufstellung unmittelbar an der Anlehnfläche des Rollstuhlplatzes verhindern oder einschränken. Gleiches gilt für mitgeführte Sachen.
  • Die E-Scooter-Nutzerin bzw. der E-Scooter-Nutzer soll selbständig rückwärts in den Bus einfahren, die ordnungsgemäße Aufstellung an der Anlehnfläche vornehmen und die Ausfahrt aus dem Bus bewerkstelligen können.
  • Die E-Scooter-Nutzerin bzw. der E-Scooter-Nutzer muss sowohl die zum Nachweis der personenbezogenen Voraussetzungen als auch der  Mitnahmetauglichkeit des E-Scooters erforderlichen Unterlagen mitführen und auf Aufforderung des Fahrpersonals zur Prüfung vorzeigen.

3. Siegel und Piktogramme für zugelassene Fahrzeuge

Es gelten für die Mitnahme auf dem E-Scooter und für die Linienbusse, die durch den Erlass der Länder freigegeben offiziellen zwei Piktogramme (blauer Grund mit weißem Symbol gemäß DIN 6171 Teil 1). Bitte wenden Sie sich hierzu direkt an den Hersteller Ihres Fahrzeugs. Mit dem Anbringen des Siegels wird dann bestätigt, dass die Voraussetzungen des Erlasses erfüllt sind und der E-Scooter zur Mitnahme mit aufsitzender Person in Linienbussen des ÖPNV zugelassen ist.

Es ist zu beachten, dass die Mitnahme der E-Scooter laut dem Erlass nur in den Linienbussen gilt!