It’s T-Time – der Tunnel ist fertig.

Am 11. Dezember ist es soweit: Ab ca. 14.30 Uhr werden die ersten Bahnen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe durch den Stadtbahntunnel fahren. Mit dem Start der Kombilösung tritt auch ein neues Liniennetzkonzept in Kraft.

Zum großen Fahrplanwechsel, den die Verkehrsunternehmen bundesweit immer am zweiten Sonntag im Dezember vollziehen, wird der Karlsruher Stadtbahntunnel nach rund zwölfjähriger Bauzeit offiziell in Betrieb genommen. Insgesamt elf Tram- und Stadtbahnlinien der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) fahren dann zukünftig unterirdisch durch die Innenstadt der badischen Metropole. Durch den neuen Stadtbahntunnel wird der öffentliche Nahverkehr in der Fächerstadt und am mittleren Oberrhein deutlich leistungsfähiger. Die Fahrgäste kommen noch schneller und komfortabler an ihr Ziel – gerade im Innenstadtbereich von Karlsruhe mit seinem hohen Verkehrsaufkommen. Auch ein neues Liniennetzkonzept tritt mit dem Start der so genannten „Kombilösung“ in Kraft.

Neuer Liniennetzplan (gültig ab 12. Dezember 2021)

Das neue Liniennetz hält neben dem Tunnelbetrieb auch weitere Änderungen für die Fahrgäste bereit: Mehrere Tramlinien werden umbenannt oder verlaufen auf einer anderen Route durch die Fächerstadt. Die Innenstadt als zentraler Verkehrsknotenpunkt des „Karlsruher Modells“ wird auch weiterhin sehr gut erreichbar sein.

Mit der Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels endet auch der Verkehr der Buslinie 10. Sie war während der Bauzeit des Tunnels als provisorische Ersatzbuslinie entlang des Südabzweigs zwischen Marktplatz und Hauptbahnhof gependelt und wird nun durch den Wiederaufnahme des Bahnbetriebs in der Ettlinger Straße und die Eröffnung des Tunnels nicht mehr benötigt.

Eine detaillierte Übersicht der neuen Linienverläufe finden Sie hier auf unserer Website. 

 

Neue Bahntrasse in der Kriegsstraße
Neben dem Tunnel können sich die Fahrgäste auch auf eine komplett neue oberirdische Trasse entlang der Kriegsstraße freuen, auf der künftig die Tramlinien 4 und 5 unterwegs sein werden. Der 1,5 Kilometer lange, begrünte Gleisabschnitt zwischen Karlstor und Mendelssohnplatz spiegelt auch den städtebaulichen Entwicklungsprozess der Fächerstadt wider. Die in den letzten Jahren nach Süden erweiterte Innenstadt mit ihrem lebendigen Geschäftszentrum sowie vielfältigem Gastronomie- und Kulturangebot wird damit ebenfalls perfekt an den ÖPNV angebunden. Fahrgäste erreichen mit den VBK-Trambahnen und AVG-Stadtbahnen schnell, komfortabel und klimaschonend ihre Ziele zwischen Marktplatz, Ettlinger Tor und Europaplatz.

 

Neuer Routenverlauf auf der Südostbahn und Änderungen bei Haltestellen
Nicht mehr von einer Linie planmäßig bedient wird ab dem 12. Dezember die Haltestelle Philipp-Reis-Straße/die-neue-Welle. Zukünftig verkehren die Bahnen auf der Südostbahn über die Achse Kriegsstraße, Rüppurrer Tor, Ostendstraße, Wolfartsweierer Straße. Die Bahninfrastruktur in der Philipp-Reis-Straße und die gleichnamige Haltestelle bleiben jedoch erhalten und werden beispielsweise für Sonder- und Schülerverkehre (zum Beispiel Bahnen der Europäischen Schule) genutzt oder dienen als Bypass für mögliche Umleitungsverkehre.

Vergleichbares gilt auch für die derzeitigen Haltestellen Volkswohnung und Konzerthaus. Die Haltestelle Volkswohnung erhält zudem einen neuen Namen. Sie heißt zukünftig Haltestelle Kongresszentrum in oberirdischer Ergänzung zur gleichnamigen Haltestelle im Stadtbahntunnel.

 

Neues Konzept für Nightliner-Verkehre
Nachtschwärmer aufgepasst:
In Karlsruhe tritt ab dem 12. Dezember nicht nur ein neues Liniennetzkonzept in Kraft, auch das nightliner-Netz wurde komplett überarbeitet und an das neue ÖPNV-Angebot angepasst. So wird es ab dem großen Fahrplanwechsel zukünftig kein zentrales Rendezvous mehr im klassischen Sinne an der Haltestelle Marktplatz geben. An verschiedenen Haltestellen im Stadtgebiet wird es zentrale Umsteigemöglichkeiten geben, die Fahrplanseitig abgestimmt sind. So zum Beispiel am Durlach Bahnhof, Entenfang, Hauptbahnhof, Marktplatz und Turmberg.

Eine Übersicht des neuen Konzepts für die nightliner-Verkehre finden Sie hier.