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Zwei Mädchen halten sich an den Handläufen in der Bahn fest.
Zwei Mädchen halten sich an den Handläufen in der Bahn fest.

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Neue Wege durch die Fächerstadt

Erfolgreicher Abschluss für ein Karlsruher "Jahrhundertprojekt": In der Fächerstadt ist heute der Stadtbahntunnel eröffnet worden.

Nach rund zwölf Jahren Bauzeit ist am Samstag, 11. Dezember, der Stadtbahntunnel in Karlsruhe eröffnet worden. Gegen 14.30 Uhr rollten die ersten Trambahnen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) durch den neuen Tunnel in der Innenstadt mit sieben barrierefreien Haltestellen und einer Gesamtlänge von 3,6 Kilometern.

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) hat am Sonntag, 12. Dezember, mit ihren Bahnen den Tunnelbetrieb aufgenommen und auch das neue Liniennetzkonzept ist am Tag nach der Tunneleröffnung vollumfänglich in Kraft getreten.

Die sogenannte Kombilösung ist mit Gesamtkosten von rund 1,5 Milliarden Euro eines der größten Verkehrsprojekte in Baden-Württemberg. Es besteht aus dem Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße mit einem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße und einer neuen oberirdischen Gleisstrecke in der Kriegsstraße inklusive einem Tunnel für den Autoverkehr. Der Stadtbahntunnel wird den öffentlichen Nahverkehr in Karlsruhe und der Region noch leistungsstärker machen. Gleichzeitig eröffnet die Kombilösung neue Perspektiven für die Stadtentwicklung Karlsruhes.

Pandemiebedingt gab es zur offiziellen Tunneleröffnung keine größeren Feierlichkeiten, sondern nur einen kleinen Festakt in der neuen Tunnelhaltestelle am Marktplatz. Gegen 14 Uhr wurde der Tunnel dann für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet.

Mehr Infos zur Tunneleröffnung

Historischer Bahn-Korso zum Abschied vom oberirdischen Bahnverkehr in der Kaiserstraße
Mit der Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels endet der oberirdische Bahnverkehr in der Kaiserstraße nach 144 Jahren - am 21. Januar 1877 war die erste Pferdebahn zwischen Gottesauer Platz und Mühlburger Tor auf dieser zentralen Ost-West-Achse durch die Innenstadt gefahren.

Am Sonntag wurde das Ende des oberirdischen Gleisbetriebs in der Kaiserstraße mit einem Korso aus sechs historischen Straßen- und Stadtbahnwagen zelebriert. Organisiert wurde der Korso vom Verein Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe (TSNV) mit Unterstützung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe.