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Aufgabenträger stellen Weichen für zukünftiges Nahverkehrsangebot in der Region

Unterzeichnet wurde das Vertragswerk von (vordere Reihe, v.l.n.r.) Landrat Dr. Fritz Brechtel, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Ministerialdirektor Prof. Dr. Uwe Lahl, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Heike Wechs, Kämmerin der Stadt Heilbronn. Über den Vertragsabschluss freuen sich (hintere Reihe v.l.) Ascan Egerer und Dr. Alexander Pischon, die beiden Geschäftsführer von AVG und VBK. Foto: Stadt Karlsruhe

Karlsruhe und die Region verfügen über ein leistungsstarkes öffentliches Nahverkehrsangebot. Das so genannte "Karlsruher Modell“ mit seinem charakteristischen TramTrain-System hat in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten maßgeblich zur positiven wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung der Region beigetragen und genießt weltweit großes Renommee. Jährlich nutzen rund 170 Millionen Fahrgäste am Oberrhein dieses umweltfreundliche Nahverkehrsangebot.

In Karlsruhe wurde am Dienstag, 30. Juli, ein weiterer wichtiger Schritt für den Erhalt des regionalen Zweisystem-Stadtbahnmodells vollzogen. Im Rathaus am Marktplatz unterzeichneten die Aufgabenträger eine rechtliche Vereinbarung zur Bildung einer so genannten "Gruppe von Behörden". Dieses Konstrukt bildet die Voraussetzung für eine angestrebte und mit EU-Recht konforme Direktvergabe der Verkehrsleistung an die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) – beide erbringen gemeinsam seit 1992 das eng miteinander verzahnte ÖPNV-Angebot.

"Das ‚Karlsruher Modell', das mit seiner einzigartigen Organisationsstruktur weltweit Maßstäbe gesetzt hat, trägt entscheidend zur hohen Lebensqualität in unserer Stadt und unserer Region bei. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir gerne weiter mit der AVG und den VBK fortschreiben“, betonte Karlsruher Oberbürgermeister Mentrup bei der Vertragsunterzeichnung.

Zu der „Gruppe von Behörden“ zählen neben der Stadt Karlsruhe auch das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Karlsruhe und Germersheim, die Stadt Heilbronn und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV).

Dr. Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung von AVG und VBK, begrüßte die Vereinbarung der Aufgabenträger. „Das Vertragswerk markiert nach dem Eckpunktepapier von 2017 einen weiteren wichtigen Meilenstein zur Sicherung unseres Nahverkehrsmodells. Es stellt einen Vertrauensbeweis der Aufgabenträger in unsere Verkehrsunternehmen dar. Zudem ist es auch ein gutes und wichtiges Signal für alle unsere Beschäftigten. Nun gilt es, das komplexe Direktvergabe-Verfahren in den kommenden Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.“

Gemeinsame Pressemeldung von Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe, Landkreis Karlsruhe, Landkreis Germersheim, Stadt Heilbronn und Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd