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Intelligentes Abfallmanagement

Stefan Miklosko und Stefan Oberacker von der VBK-Bahnmeisterei tauschen sich mit Robin Birk (v.l.n.r.) von SWK-Novatec GmbH, der das Gesamtprojekt "Smart City" für die Stadtwerke leitet, über die IT-gestützte Leerung der Unterflurcontainer an den Straßenbahnhaltestellen aus.

Wenn der Abfalleimer den Reinigungstrupp ruft: In einem gemeinsamen Pilotprojekt wollen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Stadtwerke Karlsruhe das Leeren von Abfallbehältern an Straßenbahn- und Bushaltestellen effizienter machen und ins digitale Zeitalter überführen. Hierzu werden Ultraschall-Sensoren in den öffentlichen Abfallbehältern der VBK installiert. Die Sensoren übermitteln in regelmäßigen Abständen Informationen zum Füllstand an die Mitarbeiter der VBK-Bahnmeisterei, die für die Abfallbeseitigung zuständig sind. Erreicht die Füllstandhöhe ein zuvor festgelegtes kritisches Maß, erhält der Reinigungstrupp eine Benachrichtigung und kann dann den Mülleimer gezielt ansteuern und leeren. Der Sensor von der Größe einer Zigarettenschachtel wird mit Batterien betrieben und kann ohne größeren Aufwand in den Abfallcontainern befestigt werden. Die Datenübermittlung funktioniert über ein so genanntes Long Range-Funkverfahren an verschiedene Gateways im Stadtgebiet. Diese Komponenten – rund 20 davon haben die Stadtwerke in Karlsruhe installiert – sammeln die Signale und leiten sie weiter, so dass die Daten für Web-Applikationen weiterverarbeitet werden können.

Unnötige Leerfahrten zu weniger frequentierten Müllcontainern entfallen

Der erste Prototyp eines solchen intelligenten Abfalleimers steht bereits an der Haltestelle vor der Stadtwerke-Zentrale in der Daxlander Straße. In diesem Frühjahr soll das Pilotprojekt auf die Straßenbahnhaltestellen zwischen Entenfang und Mühlburger Tor ausgeweitet werden. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Testphase könnten dann die rund 350 Müllbehälter der VBK an allen Straßenbahn- und Bushaltestellen in der Fächerstadt mit der Technik ausgerüstet werden. „Das würde eine deutliche Verbesserung gegenüber der jetzigen Praxis bedeuten. Durch das gezielte Ansteuern voller Müllcontainer können wir Arbeitsabläufe weiter optimieren und unser Personal noch effizienter einsetzen. Und durch eine intelligente Routenplanung können dann unnötige Leerfahrten zu weniger frequentierten Müllbehältern vermieden und so Benzinkosten und Abgasemissionen reduziert werden“, zeigt VBK-Projektleiter Stefan Oberacker die Vorteile der smarten Technologie auf. „Auch Belastungsspitzen bei Großveranstaltungen, etwa Festen oder Demonstrationen, sind für uns besser beherrschbar, weil wir durch die gesammelten Daten und gespeicherten Erfahrungswerte bereits präventiv Einiges machen können oder entsprechend flexibel darauf reagieren können, wenn doch mehr Müll anfällt“, führt sein Kollege Stefan Miklosko aus.

zur Pressemitteilung der Stadtwerke