Suche
Fahrtauskuft
Zeit- und Datumseingabe
Zwei Mädchen halten sich an den Handläufen in der Bahn fest.
Zwei Mädchen halten sich an den Handläufen in der Bahn fest.

Detail

Verlängerung beim EVA-Shuttle in Karlsruhe

Reallabor für die Mobilität der Zukunft: Seit Mitte April befördern autonom fahrende Minibusse Fahrgäste im Karlsruher Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock.

In Karlsruhe geht der autonome Shuttle-Verkehr in die Verlängerung: Die EVA-Shuttles im Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock bieten nach Ablauf der regulären Probebetriebszeit im Juli noch an den Wochenenden ganztags Fahrten an. Samstags und sonntags können die Minibusse zwischen 8 und 17 Uhr gebucht werden. Die Buchung erfolgt wie gewohnt digital über die App eva-shuttle. Die Mitfahrt in den von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) betriebenen Minibussen ist weiterhin kostenlos.

Das Interesse der Fahrgäste an dem autonomen Shuttle ist nach wie vor hoch – und das, obwohl der Start in die noch kritische Corona-Phase fiel und wie bislang maximal drei Menschen auf einmal im Shuttle sitzen dürfen. „Bislang haben wir 1087 Fahrgäste befördert und 682 Fahrten absolviert. Damit haben wir die magische 1000er-Marke gerissen und sind sehr zufrieden. Die Verlängerung bietet dem Projektteam um das Forschungszentrum Informatik nun die Chance, nach verschiedenen Optimierungen am Fahrzeug noch weitere Erfahrungen zu sammeln, die dann in unsere Abschlussbilanz einfließen werden“, erklärt VBK-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. Besonders interessiert ist das Projektteam an der Meinung der Kunden. Am Ende der Fahrt gibt es die Möglichkeit, in der App eine Bewertung abzugeben. „Wir würden uns hier über Resonanz freuen. Das ist wichtiger Bestandteil unserer Forschungsarbeit.“

Seit Mitte April sind im Rahmen des Forschungsprojekts EVA-Shuttle (EVA steht für elektrisch, vernetzt, autonom) täglich bis zu zwei Shuttles auf dem Testfeld in Weiherfeld-Dammerstock im Publikumsverkehr unterwegs. Sie bewegen sich mit bis zu 20 km/h ohne Fahrer frei im regulären Straßenverkehr fort und reagieren intelligent auf andere Verkehrsteilnehmer und feste Hindernisse. Die Shuttles fahren ohne festen Fahrplan „on demand“, also nach Bedarf, sobald sie von einem Fahrgast via App bestellt werden. In dem Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird, arbeiten in einem Konsortium zusammen das FZI Forschungszentrum Informatik, die Robert Bosch GmbH, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, die TÜV SÜD Auto Service GmbH und die Deutsche Bahn Tochter ioki GmbH.