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Drei Männer in Anzügen stehen vor dem Karlsruher Schloss
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Dr. Alexander Pischon im Austausch mit grünen Landtagsabgeordneten

KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. Foto: Christian Ernst

Kürzlich tauschte sich Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV), mit den beiden grünen Landtagsabgeordneten Barbara Saebel (Wahlkreis Ettlingen) und Andrea Schwarz (Wahlkreis Bretten) im Rahmen einer längeren Videokonferenz über aktuelle Vertriebsthemen aus.

Die Abgeordneten hatten im Zuge der Angebotsumstellung Bedenken geäußert, dass Fahrgäste die lediglich analoge Vertriebswege in Anspruch nehmen, ins Hintertreffen geraten könnten. „Der ÖPNV ist die mithin wichtigste Säule in der nachhaltigen Mobilität. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, den KVV zu fördern aber auch zu fordern“ so Barbara Saebel MdL. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass gute Lösungen für alle Gesellschaftsgruppen gefunden wurden und der KVV ein attraktiver Verkehrsverbund in Stadt und Land bleibt“, ergänzte die Abgeordnete Schwarz.

Der KVV-Geschäftsführer erläuterte im Rahmen des Austauschs vor allem die vom Aufsichtsrat am 11. März getroffenen Entscheidungen. Die Vertreterinnen und Vertreter des Aufsichtsrats hatten damals nach ausführlicher Diskussion und mit großer Mehrheit für Erweiterungen und Anpassungen im Fahrkartensortiment sowie im Fahrkartenverkauf gestimmt.
Dr. Pischon erläuterte gegenüber den beiden Landtagsabgeordneten, dass es dank der Entscheidungen in vier Sparten attraktive Neuerungen für die Fahrgäste geben wird: Bei analogen Einzelfahrscheinen für den Kauf auf Vorrat, bei der Geltungsdauer von Einzelfahrscheinen, im Tageskartensortiment und bei der KVV.luftlinie. (Details zu den Themen siehe unten)

„Es freut mich sehr, dass Frau Saebel und Frau Schwarz sich für das Wohl unserer Fahrgäste stark machen. Dem KVV ist es selbstverständlich ein großes Anliegen, die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen – mit den getroffenen Entscheidungen sind wir dabei auf dem richtigen Weg“, betont Dr. Alexander Pischon im Nachgang zu dem Gespräch mit den Landtagsabgeordneten.
„Zwar ist an den Haltestellen bezüglich Barrierefreiheit sowie Sitzmöglichkeiten noch kein Idealzustand erreicht, wir begrüßen es jedoch sehr, wie der KVV auf die Sorgen und Probleme seiner Fahrgäste eingeht. Außerdem danken wir der Belegschaft für ihr großes Engagement vor Allem in der sehr herausfordernden Pandemielage“, so Schwarz und Saebel.

Ergänzende Informationen zu den Entscheidungen des Aufsichtsrats vom 11. März:

Einführung einer Einzelfahrkarte zum Selbstentwerten:
Der KVV bietet künftig eine Papierfahrkarte im 5er-Block an, die auf Vorrat gekauft werden und von den Fahrgästen nach dem Prinzip des lange erprobten Baden-Württemberg-Tickets selbst mit Kugelschreiber entwertet werden kann. Zielgruppe sind alle Menschen, beispielsweise Senior*innen oder jüngere Schüler*innen, die gelegentlich mit dem ÖPNV fahren und weiterhin gerne einen kleinen Vorrat an Einzeltickets für alle Fälle in der heimischen Schublade haben möchten.

Geltungsdauer bei Einzelfahrscheinen wird auf einen Tag verlängert:
Einzelfahrkarten sollen zukünftig in eine Richtung den ganzen Tag gültig sein. Es entfällt damit die bisher zeitlich begrenzte Gültigkeit je nach Fahrstrecke. Ein sofortiger Fahrtantritt ist nicht mehr notwendig, wohl aber der Fahrtantritt am Tag des Kaufs in der Zeit von 0 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags. Wie bislang gelten die Fahrkarten aber nur für eine Richtung. Umstiege sind nach wie vor möglich. Hin- und Rückfahrten und Rundfahrten sind weiterhin ausgeschlossen.

KVV führt neue Tageskarten für 1 und 4 Waben ein:
Ab dem 1. August wird es zusätzlich zum bestehenden Sortiment verbundweit zwei neue Tageskarten geben. Diese umfassen den Geltungsbereich 1 Wabe und 4 Waben und werden dann wie die Bestandsprodukte „City“ (bis zu 3 Waben) und „Regio“ (ganzes KVV-Netz) für jeweils eine, zwei, drei, vier oder für Personen angeboten.

Bepreisung der KVV.luftlinie wird perspektivisch optimiert:
Fahrgäste, die via App mit der im Dezember eingeführten KVV.luftlinie unterwegs sind, brauchen sich zukünftig bei längeren Fahrten keine Gedanken mehr über den Preisabgleich zu machen. Die App vergleicht im Hintergrund den Luftlinientarif mit dem Wabenpreis und berechnet auf den Tag gesehen immer den günstigeren Preis. Das gilt sowohl für die Einzelfahrt als auch für mehrere an einem Tag gemachte Fahrten, die dann in einer Tageskarte zusammengefasst werden.