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Festakt: 20 Jahre Fahrgastbeirat im Karlsruher Verkehrsverbund

Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des KVV, dankt der Sprecherin des Fahrgastbeirats, Dr. Charlotte Kämpf, für die wertvolle Arbeit des unabhängigen Gremiums. Rechts im Bild: Thomas J. Mager, Leiter des Referats Ausbaustrategie und Grundsatzangelegenheiten des ÖV/ÖPNV beim baden-württembergischen Verkehrsministerium. Foto: KVV/Michael Krauth

Unter dem Motto „Mitfahren – mitreden – mitgestalten" vertritt der Fahrgastbeirat im Karlsruher Verkehrsverbund seit seiner Gründung im Jahr 1998 die Interessen aller Fahrgastgruppen gegenüber dem KVV und den Verkehrsunternehmen. Im Rahmen eines Festakts wurde am Donnerstag, 13. Dezember, das 20-jährige Bestehen des Fahrgastbeirats im Panoramasaal des Verbunds gewürdigt.

Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des KVV, erinnerte daran, dass das unabhängige Gremium ebenfalls an einem 13. Dezember – genau vor zwei Jahrzehnten – aus der Taufe gehoben worden war. Der Festakt im Panoramasaal war zugleich auch die hundertste Sitzung der Fahrgastvertretung, worauf deren Mitglieder laut Dr. Alexander Pischon mit Recht stolz sein könnten. Stellvertretend für sämtliche Vertreter des Fahrgastbeirats dankte er der Sprecherin des Gremiums, Dr. Charlotte Kämpf. „Der Fahrgastbeirat leistet seit zwei Jahrzehnten sehr wertvolle Arbeit zum Wohl des Fahrgasts", sagte Dr. Alexander Pischon und fügte hinzu: „Von ihrer Seite wurden und werden wir bei unserer Arbeit über das Jahr hinweg stets konstruktiv-kritisch begleitet. Sie haben uns zahlreiche Denkanstöße gegeben, die letztendlich zu vielen wichtigen Neuerungen und Verbesserungen geführt haben."

Des Weiteren wies Dr. Pischon darauf hin, dass man den Vertretern des Fahrgastbeirats, die am Donnerstag neben vielen weiteren Gästen in großer Zahl im Panoramasaal vertreten waren, in den zurückliegenden Jahren immer wieder informative Expertengespräche mit Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, der Albtal-Verkehrsgesellschaft und des Verkehrsverbunds anbieten konnte. Diese Möglichkeit zum Dialog über wichtige Anliegen der Kunden habe sich bewährt und sehr viel zu einem guten fachlichen Austausch zwischen dem unabhängigen Gremium und dem Verkehrsverbund beigetragen.

Als hochrangiger Vertreter des baden-württembergischen Verkehrsministeriums war Thomas J. Mager nach Karlsruhe gekommen, um die besonderen Verdienste des Fahrgastbeirats nachdrücklich zu würdigen. Der Leiter des Referats Ausbaustrategie und Grundsatzangelegenheiten des ÖV/ÖPNV des Ministeriums betonte: „Sie waren in den vergangenen Jahrzehnten immer ein wichtiger Seismograph für die Belange der Fahrgäste." Mager wies darauf hin, dass man in Karlsruhe zum Zeitpunkt der Gründung des Gremiums 1998 „am Puls der Zeit" gewesen sei.
Der Karlsruher Fahrgastbeirat sei erst das zweite Gremium dieser Art in Baden-Württemberg gewesen und habe an der Umsetzung zahlreicher wichtiger Projekte maßgeblich mitgewirkt. Mager nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Einführung von Kindertageskarten, die Mitwirkung bei der Gestaltung von Bahnen oder Verbesserungen hinsichtlich des Beschwerdemanagements.

Für einen spannenden Vortrag rund um die vielfältigen Herausforderungen im Bereich der Mobilität konnte der Herausgeber des Blogs „Zukunft Mobilität", Martin Randelhoff, gewonnen werden. Der Träger des Grimme Online Awards des Jahres 2012 warf in seinem Vortrag die zentrale Frage auf, welche Möglichkeiten sich Verbünden, Verkehrsunternehmen und der Politik bieten, um Mobilität mit Blick auf die Bedürfnisse der Fahrgäste und die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte bestmöglich zu gestalten. Unter dem Stichwort „Heute schon an morgen denken – die multimodale Region Karlsruhe" erläuterte Randelhoff, dass es unter anderem weiterhin den ÖPNV als wichtige, zentrale Achse der Mobilitätsangebote brauche. Aus seiner Sicht müssten in den kommenden Jahrzehnten mehr individualisierte und zugleich vereinfachte Angebote für den Kunden geschaffen werden, um auf dessen individuellen Anforderungen adäquat zu reagieren.

An Randelhoffs Vortrag schloss sich nahtlos eine Podiusmdiskussion an, in deren Rahmen Dr. Alexander Pischon, Thomas J. Mager und Dr. Charlotte Kämpf zusammen mit Martin Randelhoff über Thesen und Perspektiven zur Mobilität der Zukunft diskutierten. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Achim Winkel, Pressesprecher der KASIG