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Klimaschutz: VBK und Stadt Karlsruhe unterstützen UITP-Kampagne

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) beteiligen sich als eines von vier deutschen Nahverkehrsunternehmen zusammen mit der Stadt Karlsruhe aktiv an einer aktuellen Kampagne zum engagierten Klimaschutz, die vom Weltverband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) initiiert wurde.
Unter dem Motto „One planet, one plan“ macht der internationale Verband derzeit im Vorfeld des Klimagipfels der Vereinten Nationen (21. September/New York) darauf aufmerksam, welchen zentralen Beitrag der öffentliche Nahverkehr für mehr Klimaschutz leisten kann.  

Hochrangige Vertreter von insgesamt 43 Nahverkehrsunternehmen aus aller Welt wenden sich in einer gemeinsamen Erklärung mit vier engagierten Thesen an die politischen Entscheider auf internationaler Ebene. Diese Erklärung wird auch von den VBK und der Stadt Karlsruhe mit getragen.

„Mit unserem besonderen Karlsruher Nahverkehrsmodell können wir für viele andere Städte weltweit ein Vorbild sein, mit welchen Mitteln eine wirksame und klimafreundliche Alternative zum Individualverkehr geschaffen werden kann“, sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Klimaschutz steht bei uns in der Fächerstadt nicht erst seit Kurzem auf der Agenda – wir haben hierfür bereits in den vergangenen Jahrzehnten die richtigen Weichen gestellt“, ergänzt das Stadtoberhaupt. Nun gehe es darum, im Zuge der internationalen Initiative voneinander zu lernen und dem Klimawandel jeweils auf regionaler Ebene weiter entschieden entgegenzuwirken.
 
Dr. Frank Mentrup war zusammen mit Dr. Alexander Pischon, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, bereits im Juni zu einem hochrangigen Treffen des Weltverbands  UITP nach Stockholm gereist. Dort war im Kreis der Geschäftsführer zahlreicher Nahverkehrsunternehmen aus aller Welt die Agenda für eine gemeinsame Erklärung im Grundsatz vorberaten worden.
Die Detailabsprachen erfolgten nun Anfang September im Rahmen eines weiteren „Public Transport CEO Summit“ der UITP in Barcelona. Von Seiten der Verkehrsbetriebe Karlsruhe nahm Dr. Alexander Pischon als einziger deutscher Teilnehmer an diesem finalen Abstimmungsprozess der Erklärung vor Ort teil.       
„Wir unterstützen diese wichtige Kampagne der UITP, weil diese mit Nachdruck darauf aufmerksam macht, dass der öffentliche Nahverkehr ein unverzichtbarer Faktor beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels ist “, sagt Dr. Alexander Pischon.

Details zum Weltverband UITP:
Weltweit gibt es mit der UITP (Union Internationale des Transports Publics) nur einen internationalen Verband für Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Die UITP hat ihren Sitz in Brüssel und vertritt 1400 Mitgliedsorganisationen aus insgesamt 96 Ländern. In einem Rhythmus von zwei Jahren findet an wechselnden Orten der Weltkongress für öffentlichen Nahverkehr – der UITP Global Public Transport Summit – statt.

Die Erklärung der aktuellen Kampagne formuliert folgende vier „Kernbotschaften“:

Erste These:
Im Zuge einer vorausschauenden und langfristig angelegten Stadtplanung sollte leicht zugänglichen Fußgängerwegen eine höhere Priorität als bisher eingeräumt werden. Hierdurch soll die Luftqualität in den Städten insgesamt verbessert werden.

Zweite These:
Der öffentliche Nahverkehr sollte als das Rückgrat sämtlicher Mobilitätsangebote in Städten gestärkt werden. Dies soll durch eine Verschiebung weg vom Individualverkehr hin zu nachhaltigeren Mobilitätsformen als Teil eines integrierten öffentlichen Nahverkehrssystems erreicht werden. Das künftige ÖPNV-System sollte so gestaltet sein, dass durch nahtlose ÖPNV-Verbindungen „von Tür zu Tür“ ein privater Pkw nicht mehr länger erforderlich ist.

Dritte These:
Von Seiten der politischen Entscheider sollten die finanziellen Anreize und die regulatorischen Rahmenbedingungen garantiert werden, damit lokale Akteure aus dem Verkehrsbereich in elektrisch oder mit „sauberen“ Kraftstoffen angetriebene Fahrzeuge zu investieren. Hierdurch ließen sich schädliche Emissionen verringern.

Vierte These:
Um den CO2 – Fußabdruck weiter zu reduzieren, sollten erneuerbare Energiequellen zugänglich gemacht werden. Die dafür erforderlichen Flächen und die erforderliche Finanzierung sollten zur Verfügung gestellt werden, um die Anlagen für die Gewinnung von erneuerbarer Energie zu errichten. Zudem sollen Firmen durch Anreize dazu gebracht werden, ihre Fahrzeuge in Zukunft mit erneuerbarer Energie zu betreiben.

Neben den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) wird die Erklärung auch von den deutschen Nahverkehrsunternehmen Hamburger Hochbahn, Kölner Verkehrs-Betriebe AG und Stuttgarter Straßenbahnen AG unterstützt.

Mehr Informationen zur Kampagne sowie zur UITP finden Sie unter folgenden Links:
www.uitp.org
https://www.uitp.org/news/one-planet-one-plan-uitp-provides-solution-climate-crisis