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Drei Männer in Anzügen stehen vor dem Karlsruher Schloss
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Mentrup zieht positive Zwischenbilanz des Stadtbahntunnel-Betriebs

Komfortabel und schnell ans Ziel:Durch den neuen Stadtbahntunnel ist der ÖPNV in Karlsruhe und der Region noch leistungsstärker geworden.

Knapp fünf Wochen nach der Eröffnung des Stadtbahntunnels zieht Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup eine erste, positive Zwischenbilanz und sieht den ÖPNV in Karlsruhe und der Region auf einem guten Weg bei der Verkehrswende: „Der Tunnelbetrieb ist sehr gut angelaufen und hat unsere Erwartungen bislang mehr als erfüllt. Die Betriebsstabilität bei den Tram- und Stadtbahnen hat sich durch den Wegfall externer Störfaktoren deutlich verbessert, das spiegelt sich deutlich in den gestiegenen Pünktlichkeitswerten wider. Auch von den Fahrgästen wird der Tunnel sehr gut angenommen. Das zeigen nicht nur die Fahrgastzahlen, sondern auch die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung“, erklärte Dr. Mentrup heute im Rahmen eines Pressegesprächs.

Zufrieden zeigt sich der KVV-Aufsichtsratsvorsitzende auch mit der Einführungsphase neuer, innovativer Tarifprodukte wie der regiomove-App, kvv.homezone oder der kvv.luftlinie, mit denen das bestehende Tarifangebot des KVV in den vergangenen Wochen und Monaten erweitert wurde. „Allein im Dezember hat der KVV bei der regiomove-App rund 38.000 neue Nutzer begrüßen können. Beim Luftlinientarif konnte der KVV über 7.100 neue Kunden verzeichnen. Das macht deutlich, dass diese zeitgemäßen Angebote immer stärker nachgefragt werden und dass es richtig war, hierfür im Vertrieb frühzeitig die Weichen für diese zukunftsorientierten Angebote zu stellen.“

Oberbürgermeister bekräftigt Entscheidung zur Reform des Vertriebs beim KVV

Gleichzeitig bekräftigte Dr. Mentrup die Entscheidung des KVV-Aufsichtsrates zur jüngsten Reform beim Fahrschein-Vertrieb. Diese beinhaltet neben den oben genannten, neuen Tarif-Produkten unter anderem auch die Umstellung auf bereits entwertete Fahrkarten zum sofortigen Fahrtantritt und die Abschaffung der wenig nachgefragten 4er-Karte, die zuletzt für gerade einmal 1,4 Prozent aller Fahrten im KVV genutzt wurde. „Wir wollen den KVV zukunftsfähig weiterentwickeln und den Menschen in der Region auch weiterhin einen attraktiven ÖPNV bieten. Wir sind uns bewusst, dass solche Veränderungen für den Einzelnen manchmal auch immer eine Abkehr von liebgewonnenen Gewohnheiten bedeuten. Deshalb können wir auch die Kritik einzelner Fahrgastgruppen verstehen, die hier gerne am Status Quo festgehalten hätten“, erklärt Mentrup. „Aber wir sind fest davon überzeugt, dass diese Maßnahmen richtig sind. Wir haben diese Beschlüsse mit allen Gesellschaftern des KVV in breitem Konsens getroffen und stehen auch weiter voll hinter diesen Entscheidungen und deren Umsetzung“.

Ob der Kritik an der Weiterentwicklung der Tarifstrukturen sieht man beim KVV durchaus Verbesserungsbedarf: „In der Sache stehen wir auch als KVV-Geschäftsführung natürlich zu den Entscheidungen, die vom Aufsichtsrat mit breiter Mehrheit getroffen wurden. Aber wir hätten die Fahrgäste vielleicht noch frühzeitiger in unserer Kommunikation mitnehmen können und bedauern, dass wir manche Änderungen beim Vertrieb nicht ausreichend erklärt haben, so dass sie für den Fahrgast nachvollziehbar sind“, räumte Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des KVV ein. „Denn uns ist es wichtig, dass wir alle Bevölkerungsgruppen bei diesem Prozess mitnehmen und die Verkehrsunternehmen im KVV allen Bürger*innen weiterhin einen komfortablen und diskriminierungsfreien Zugang zu ihrem Mobilitätsangeboten ermöglichen“, unterstrich Dr. Pischon.

Hintergrund zur Vertriebs-Reform beim KVV

Bereits im Juni 2019 hatte der KVV-Aufsichtsrat beschlossen, nur noch bereits entwertete Fahrkarten zum sofortigen Fahrtantritt herauszugeben. Diese Änderung beim Tarifvertrieb wurde nun zum großen Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 vollumfänglich umgesetzt (siehe auch KVV-Pressemitteilung vom 10.11.2021). Damit schafft der KVV eine einheitliche, transparente und somit kundenfreundliche Regelung für das gesamte Verbundgebiet, die auch bei vielen anderen Mobilitätsanbietern im Nah- und Fernverkehr – etwa der Deutschen Bahn – sowie in großen Teilen des KVV seit vielen Jahren gängige Praxis ist. Fahrgäste im KVV müssen nun nicht mehr ihr Ticket in einer Bahn oder einem Bus entwerten, damit sie mit einem gültigen Fahrschein unterwegs sind. In der Vergangenheit hatte die nicht vereinheitliche „Flickenteppich“-Regelung stets zu zahlreichen Diskussionen mit den Fahrausweisprüfern des KVV geführt, wenn ein Fahrgast versehentlich vergessen hatte, sein Ticket zu stempeln. Auch der ÖPNV-Branchenverband VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) empfiehlt seit längerer Zeit den Verkehrsunternehmen in Deutschland, ihre Tarifbestimmungen im Sinne der Kundenfreundlichkeit zu vereinheitlichen.

Mit dieser Entscheidung einher geht die Abschaffung der Entwerter in Bussen und Bahnen im KVV-Verbundgebiet, die zukünftig nicht mehr benötigt werden. Sie werden ab dem Sommer aus allen Fahrzeugen 2022 ausgebaut.

Um allen Fahrgästen die Umstellung auf die neuen Tarifstrukturen zu erleichtern, bietet der KVV eine sechsmonatige Aufbrauchsfrist für alte, noch unentwertete Fahrscheine bis zum 11. Juni 2022 an. Danach verlieren diese Fahrscheine ihre Gültigkeit, können aber noch weitere sechs Monate, bis zum 31.12.2022, in den KVV-Kundenzentren umgetauscht werden. Zudem bietet der KVV regelmäßig Schulungen zu seinen Tarifprodukten sowie den verschiedenen analogen wie digitalen Vertriebskanälen in seinem Kundenzentrum in der Durlacher Allee in Karlsruhe an (Schulungs-Termine siehe unten).

Anteil der 4er-Karte am gesamten Ticketverkauf liegt bei nur noch 1,4 Prozent

Auch zur Abschaffung der 4er-Karte im Sommer 2021 bezog der Karlsruher Oberbürgermeister und KVV-Aufsichtsratsvorsitzende deutliche Position: „Die 4er-Karte war sicher viele über viele Jahre ein zeitgemäßes Produkt für unsere Kunden, die Nachfrage ist aber  in den letzten Jahren immer stärker zurückgegangen. Zuletzt betrug der Anteil der 4er-Karte am gesamten Ticketverkauf gerade einmal 1,4 Prozent. Dies stand in keinem Verhältnis mehr zu den Vertriebskosten und zu dem Verwaltungsaufwand, insbesondere für den Umtausch nicht genutzter 4er-Karten“, machte Mentrup deutlich. Angesichts dieser klaren Datenlage habe sich der KVV-Aufsichtsrat auch bei diesem Tarifprodukt ganz bewusst und mit breitem Konsens im April 2021 für die Abschaffung der 4er-Karte zum 1. August 2021 ausgesprochen.

Gleichzeitig haben die Verkehrsunternehmen im KVV weiter an der Optimierung des zuverlässigen stationären Vertriebs gearbeitet. So wurden in den letzten Monaten an allen Haltepunkten im Schienenpersonennahverkehr flächendeckend neue Fahrschein-Automaten aufgestellt (siehe auch Pressemitteilung der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft vom 11.10.2021). Im Karlsruher Stadtgebiet verkaufen die Fahrer in allen Bussen ein umfangreiches Sortiment an Fahrkarten und in allen Trambahnen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) als auch in den Bahnen der Linien S1/S11 und S2 sind bis auf Weiteres mobile Fahrkartenautomaten eingebaut.

KVV erweitert Tarifsortiment mit innovativen Produkten

Nicht nur im analogen Tarifvertrieb wurde das Angebot optimiert. Seit dem 12. Dezember 2021 bietet der KVV in Ergänzung zur App „regiomove“ mit der „KVV.Homezone“ und einem Luftlinientarif innovative, digitale Tarifprodukte (siehe auch KVV-Pressemitteilung vom 24.11.2021). „Diese Produkte sind ein entscheidender Schlüssel, um auch Menschen ohne Detailkenntnissen zum Tarifsystem oder Wabengrenzen den Zugang zum ÖPNV zu vereinfachen und ihnen flexible Mobilitätsangebote zu machen, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Wir werden deshalb diesen Weg der Digitalisierung auch in den nächsten Jahren konsequent weitergehen, ohne dabei die analogen Tarifangebote aus dem Blick zu verlieren“, so Mentrup.

Wichtige Informationen zu den Änderungen beim Fahrkartenvertrieb hat der KVV seit vergangenem Herbst in einer FAQ-Liste auf seiner Homepage zusammengestellt.


Die nächsten Schulungen im Kundenzentrum in der Durlacher Allee 71 in Karlsruhe finden an folgenden Terminen statt:

■ 19. Januar, 13.30 – 17 Uhr
Seniorenschulung: Fahrkarten, Fahrkartenautomaten und App kvv.regiomove

■ 26. Januar, 14 – 16 Uhr:
kvv.luftlinie und kvv.homezone

■ 02. Februar, 13.30 – 17 Uhr
Seniorenschulung: Fahrkarten, Fahrkartenautomaten und App kvv.regiomove

■ 09. Februar, 10 – 12 Uhr:
kvv.luftlinie und kvv.homezone

■ 23. Februar, 14 – 16 Uhr:
kvv.luftlinie und kvv.homezone

■ 16.März, 13.30 – 17 Uhr
Seniorenschulung: Fahrkarten, Fahrkartenautomaten und App kvv.regiomove

■ 06. April, 13.30 – 17 Uhr
Seniorenschulung: Fahrkarten, Fahrkartenautomaten und App kvv.regiomove

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal zehn Personen pro Schulung begrenzt, um eine ausführliche individuelle Beratung zu gewährleisten. Kurzfristige Änderungen aufgrund der Corona-Entwicklung sind möglich. Die Schulungen finden statt unter der 2G plus-Regel statt (Nachweis über vollständige Impfung oder Genesung plus tagesaktueller negativer Schnelltest). Anmelden kann man sich unter Tel. 0721/6107-5885