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Spatenstich für Tram-Neubaustrecke in das Wohnquartier "Knielingen 2.0"

Beim symbolischen Spatenstich (v.l.): Dr. Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der VBK, Mario Rösner als Mitglied der Geschäftsleitung der VOLKSWOHNUNG GmbH und Christian Höglmeier, technischer Prokurist der VBK. Foto: VBK/Michael Krauth

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Montag, 29. April, mit dem Neubau einer rund 1,5 Kilometer langen Tram-Strecke in das Karlsruher Wohnquartier „Knielingen 2.0“ begonnen.

In der Egon-Eiermann-Allee griffen Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, der technische Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, Ascan Egerer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, Dr. Alexander Pischon, sowie der technische Prokurist der Verkehrsbetriebe, Christian Höglmeier, und Mario Rösner als Mitglied der Geschäftsleitung der VOLKSWOHNUNG GmbH zum Auftakt der Baumaßnahme zum Spaten.  

Im Bereich des Wohnquartiers entstehen bis Ende 2020 die vier neuen, barrierefreien Haltestellen „Sudetenstraße“, „Pionierstraße“, „Egon-Eiermann-Allee“ und „Knielingen Nord“. Entlang der neuen Tram-Strecke können die Fahrgäste künftig die Niederflurbahnen der VBK-Linie 2 nutzen, um aus dem Wohnquartier komfortabel in die Innenstadt zu gelangen. Die Gesamtinvestition für die Neubaustrecke beläuft sich auf 14 Millionen Euro. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg wird das Bauprojekt mit 6,1 Millionen Euro aus dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert.

„Der weitere Ausbau unseres Nahverkehrsnetzes in Knielingen bringt den Menschen unserer Stadt noch mehr Lebensqualität, hält die Luft sauber und ermöglicht durch die Barrierefreiheit gesellschaftliche Teilhabe“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

„Ich freue mich bereits sehr auf den Tag, an dem wir mit unseren modernen Niederflurfahrzeugen  erstmals an einer der vier neuen Haltestellen halten können. Diese neue Anbindung wird sowohl ein echter Zugewinn für das Wohnquartier als auch für die gesamte Fächerstadt sein“, sagte Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe.
Ascan Egerer dankte dem Land Baden-Württemberg für die finanzielle Förderung des Projekts sowie dem Karlsruher Regierungspräsidium für die gute Zusammenarbeit im Hinblick auf den erforderlichen Planfeststellungsbeschluss. Zudem dankte Egerer der Stadt Karlsruhe dafür, dass im Zuge des Bebauungsplanverfahrens eine Freihaltetrasse für die Neubaustrecke eingeplant worden war.

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder betonte: „Die neue Straßenbahnlinie ist ein weiterer attraktiver Mosaikstein im dicht geflochtenen Karlsruher Straßenbahnnetz. Wir brauchen viele solcher Projekte, um den ÖPNV attraktiver zu machen. Mein Dank geht an alle, die an diesem Entwicklungsprozess beteiligt waren. Er gilt vor allem auch den Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Ideen in den Planungsprozess eingebracht haben. Ihr Engagement ist Zeichen eines lebendigen, zupackenden Gemeinwesens“.

Details zu einzelnen Bauabschnitten und den vier neuen Haltestellen:
Im Rahmen eines ersten großen Bauabschnitts wird in der Egon-Eiermann-Allee direkt nach dem Spatenstich sowohl aus südlicher als auch aus nördlicher Richtung mit den ersten Baumaßnahmen begonnen. Im nördlichen Teil der Egon-Eiermann-Allee wird sowohl eine neue Wendeschleife als auch die neue Haltestelle „Knielingen Nord“ gebaut, während im unteren Bereich der Straße zeitgleich an der Fertigstellung der neuen Haltestelle „Egon-Eiermann-Allee“ gearbeitet wird. Wenn die Umsetzung dieser beiden Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen ist, folgt der „Lückenschluss“ im mittleren Bereich der Egon-Eiermann-Allee.
Auf diese Maßnahmen folgt ein zweiter großer Bauabschnitt entlang der Sudetenstraße zwischen der Annweiler Straße und der Struve Straße. Auf diesem Streckenabschnitt wird die dritte Haltestelle „Pionierstraße“ realisiert. Zudem werden von der Haltestelle ausgehend die Tram-Gleise in Richtung Egon-Eiermann-Allee sowie in Richtung der künftigen Haltestelle „Sudetenstraße“ verlegt.  
Diese ersten beiden großen Bauabschnitte sollen bereits bis Anfang 2020 abgeschlossen sein, um ab dann die restlichen Arbeiten im Zuge eines dritten großen Bauabschnitts in Angriff nehmen zu können. Im Jahr 2020 wird es dann darum gehen, einen Kreisverkehr an der Kreuzung Sudetenstraße/Siemensallee herzustellen und die bisher noch bestehende Haltestelle „Lassallestraße“ außer Betrieb zu nehmen und zurückzubauen.

Gleiches gilt für das Gleisdreieck, das dort derzeit noch für den Trambetrieb genutzt wird. Dieses wird künftig nicht mehr benötigt. Nördlich dieses Gleisdreiecks wird dann die vierte neue Haltestelle mit dem Namen „Sudentenstraße“ gebaut und an das von der Siemensallee kommende Gleis angeschlossen. Die gesamte Neubaustrecke soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden.
Jede der vier Haltestellen wird nach neustem Standard so gebaut, dass sie barrierefrei zugänglich sind. Breite Bahnsteige bieten ausreichend Platz für Fahrgäste, die mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen unterwegs sind und unser attraktives Nahverkehrsangebot gerne nutzen möchten. 

Weitere Informationen zum  Verlauf der künftigen Neubaustrecke:
Die zweigleisige Neubaustrecke beginnt in der Siemensallee auf Höhe des heutigen Gleiswendedreiecks Wilhelm-Trübner-Weg/Lassallestraße. Sie führt künftig in Mittellage weiter durch die Siemensallee, schwenkt dann an der Kreuzung mit der Sudetenstraße (K 9650) nach Nordosten und folgt dieser Straße rund 750 Meter bis zur Einmündung der Egon-Eiermann-Allee. Dort schwenkt die Trasse in die Egon-Eiermann-Allee ein und endet kurz vor der Eggensteiner Straße mit einer Wendeschleife und einem Abstellgleis. An jeder Haltestelle wird eine für Fußgänger gesicherte Gleisquerung eingerichtet.