Der Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut. Mit der Maßnahme schaffen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) eine deutliche Verbesserung für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Menschen mit Sehbehinderung sowie Reisende mit Kinderwagen oder Gepäck. Künftig wird ein barrierefreier Ein- und Ausstieg an den beiden vorderen Türen der Bahnen möglich sein, wodurch sich die Zugänglichkeit für die Fahrgäste spürbar verbessert.
Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den heutigen Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau werden die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet und damit komfortabler und sicherer gestaltet.
Erste Bauphase ab Ende September
In der ersten Bauphase von Montag, 21. September, bis Freitag, 2. Oktober, werden die beiden Bahnsteige der inneren Gleise 22 und 23 umgebaut. Diese Gleise werden ausschließlich von den Straßenbahnen der VBK bedient.
Hierfür werden auf den bestehenden Bahnsteigen vorgefertigte Bahnsteigplatten auf einer Länge von je zehn Metern montiert. Dadurch wird die erforderliche Bahnsteighöhe von 34 Zentimetern erreicht, die einen barrierefreien Einstieg in die Straßenbahnen ermöglicht. Künftig können Fahrgäste im Bereich der ersten und zweiten Tür deutlich komfortabler ein- und aussteigen.
Während der Bauarbeiten verkehren die Bahnen über die beiden äußeren Gleise. Dadurch ändern sich vorübergehend die Haltepositionen am Bahnhofsvorplatz.
Zweite Bauphase in Planung
Die Umgestaltung der äußeren Gleise 21 und 24 ist für das kommende Winterhalbjahr vorgesehen und befindet sich derzeit in der finalen Planungsphase.
Da an diesen Gleisen sowohl Straßenbahnen als auch Stadtbahnen verkehren, werden künftig unterschiedliche Bahnsteighöhen berücksichtigt. Im vorderen Bahnsteigbereich entsteht eine Höhe von 55 Zentimetern für die Stadtbahnen, während im hinteren Bereich eine Bahnsteighöhe von 34 Zentimetern für die Straßenbahnen vorgesehen ist. Dadurch können beide Fahrzeugtypen optimal und barrierefrei bedient werden.
Kurze Bauzeit bei hohen Fahrgastzahlen
Die Umsetzung erfolgt mithilfe vorgefertigter Bahnsteigplatten. Diese Bauweise ermöglicht eine deutlich verkürzte Bauzeit und reduziert die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.
Gerade am stark frequentierten Bahnhofsvorplatz ist dies ein entscheidender Vorteil, da die Einschränkungen für Fahrgäste vergleichsweise kurz gehalten werden können.
Neben den neuen Bahnsteighöhen werden auch weitere Elemente der Barrierefreiheit modernisiert.
Investition in einen barrierefreien ÖPNV
Die Gesamtkosten für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes belaufen sich auf rund 500.000 Euro.
Mit der Maßnahme setzen die VBK einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr und schaffen am wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt einen deutlich komfortableren Zugang für alle Fahrgäste.