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Drei Männer in Anzügen stehen vor dem Karlsruher Schloss
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Landesregierung und EU fördern innovative Bahninfrastruktur mit über einer Million Euro

Landes-Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (2.v.l.) übergab am Mittwoch in Stuttgart den symbolischen Förderscheck an Christian Höglmeier (3.v.l.), den technischen Geschäftsführer der AVG. Über die Förderung des Infrastrukturvorhabens freuen sich auch die AVG-Projektverantwortlichen Emelie Zobel (ganz rechts) und Dr. Sebastian Reimann (ganz links). Foto: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) erhält vom Land Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von rund 1,06 Millionen Euro für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt. Gefördert wird die technische Sicherung von Reisendenübergängen als zentrale Voraussetzung für einen vollautomatischen Stadtbahnbetrieb. Dieser soll in den kommenden Jahren als Pilotvorhaben auf der Stadtbahnstrecke der Linien S1/S11 umgesetzt werden.

Im Rahmen des geförderten Projekts werden vier Reisendenübergänge, an denen Fußgänger*innen die Bahntrasse queren können, mit moderner Sicherungstechnik ausgestattet. Dazu zählen unter anderem Schrankenanlagen und Lichtzeichen, die ein hohes Sicherheitsniveau für Fahrgäste im vollautomatischen Bahnbetrieb gewährleisten.

„Die AVG freut sich sehr über die Förderung für dieses wegeweisende Projekt, das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem vollautomatischen Stadtbahnbetrieb ist. Denn damit leisten wir einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs“, sagt Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der AVG, der am Mittwoch im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den symbolischen Förderscheck von Ministerin 
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut überreicht bekam.

Offene Test- und Innovationsplattform für Unternehmen und Start-ups

Über die konkrete Sicherungsfunktion hinaus hat das Projekt der AVG eine weitere zusätzliche Dimension: Es schafft eine offene Test- und Innovationsplattform für Unternehmen und Start-ups. Diese können unter realen Betriebsbedingungen ihre Systeme zur Umfeldüberwachung, Fahrgastzählung oder Ereigniserkennung testen. „Das bereits bestehende Interesse von Firmen und Start-ups unterstreicht die Relevanz des Vorhabens für die regionale Innovationskraft und den digitalen Strukturwandel im Bahnsektor“, so Höglmeier.

Die Förderung des Projekts erfolgt im Rahmen eines landesweiten Programms zur „Stärkung Regionaler Innovationssysteme durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen.“ Insgesamt fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg elf Vorhaben kommunaler Einrichtungen mit einer Summe von rund 9,4 Millionen Euro aus Mittel aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die AVG erhält hiervon rund 1,06 Millionen Euro.

„Die Vorhaben zeigen eindrucksvoll: In den Regionen Baden-Württembergs steckt enormes Potenzial. Mit den bewilligten Projekten stärken wir die Innovationsinfrastruktur als Rückgrat für Start-ups sowie junge und etablierte Unternehmen. Jene Unternehmen, auf die wir beim Strukturwandel und bei der Entwicklung neuer Technologien bauen. Wir setzen unsere wirtschaftspolitischen Instrumente genau dort an, wo sie effizient sind: vor Ort“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Wie das Ministerium in einer Pressemitteilung am 6. Mai bekanntgab, werden mit den bewilligten Vorhaben Innovations-, Gründer- und Technologiezentren sowie Transferzentren in verschiedenen Regionen des Landes modernisiert und ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in kollaborative Arbeitsumgebungen, Technologien für Automatisierung und Robotik, Infrastrukturen für Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen sowie Smart-Building-Lösungen. Die Infrastrukturen stehen Unternehmen und Gründer*innen zu offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen zur Verfügung. Durch gezielte Investitionen sollen diese Einrichtungen in die Lage versetzt werden, bestehende und sich in der Gründungsphase befindende Unternehmen in dieser Phase des beschleunigten Strukturwandels wirksam zu begleiten und ihre Innovations-aktivitäten zu unterstützen. Die geförderten Projekte sollen bis zum 31. Dezember 2028 abgeschlossen sein.

 

EFRE-Förderung in Baden-Württemberg 
Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021–2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg ist an der Innovationsstrategie des Landes ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.